Dez 5 2018

Update: Bruce Springsteen kündigt neues Studioalbum an!

Bild: © Hanno Wiesmann

Bruce Springsteen führte mit der englischen Tageszeitung “The Times” ein ausführliches Interview. Unter anderem kündigte er für 2019 ein Singer-Songwriter Album an. Ferner war zu lesen, dass der 69jährige Musiker zu seinem “Tagesgeschäft” zurückkehren möchte und in naher Zukunft eine Tournee mit der E Street Band in Angriff nehmen könnte.

Bruce Springsteen sagte:

“For lack of a better word, it’s a singer-songwriter album – more of a solo record” …

Am 4. Dezember 2018 veröffentlichte Bruce Springsteen auf seiner offiziellen Homepage folgendes Statement:

Bruce Springsteens Broadway Show läuft noch bis zum 15. Dezember 2018 im New Yorker “Walter Kerr Theatre”. Am Tag seines letzten Auftritts wird der Steamingdienstleister NETFLIX weltweit einen Mitschnitt des erfolgreichen Bühnenprogramms exklusiv zeigen.


Bruce Springsteen – Springsteen On Broadway (Album, 2018)

Darüber hinaus erscheint bereits am 14. Dezember 2018 das “Springsteen On Broadway” Soundtrack Album. Auf 2 Disks – bzw. 4 LPs – findet man Songs und Geschichten, die Bruce Springsteen im Rahmen seines 236 Auftritte andauernden Broadway Gastspiels performt hat.

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Sep 11 2018

Offizieller Download: 30. September 1999 – United Center, Chicago, IL

Nach der “Tunnel of Love Express Tour” und der “HUMAN RIGHTS NOW! TOUR” im Jahre 1988 genehmigte sich die E Street Band eine elfjährige Auszeit. Ende 1998 reifte die Idee, die Musiker der E Street Band zusammenzutrommeln und eine World Tour in Angriff zu nehmen.

Der Startschuss zur “Reunion Tour 1999 / 2000” fiel am 10. April 1999 im “Palais St. Jordi” in Barcelona. Bis zum 1. Juli 2000 spielte die E Street Band weitere 132 Konzerte in Europa und Nordamerika.

Unter anderem trat die E Street Band Ende September 1999 dreimal im “United Center” in Chicago, IL auf. Bruce Springsteen veröffentlichte nun die letzte Show in der 20.000 Zuschauer fassenden Arena auf seiner offiziellen Homepage.

Setlist – 30. September 1999 – United Center, Chicago, IL:

Take ‘Em As They Come / The Ties That Bind / The Promised Land / Adam Raised A Cain / Two Hearts / Atlantic City / Mansion On The Hill / Independence Day / Youngstown / Murder Incorporated / Badlands / Out in the Street / Tenth Avenue Freeze-Out / Janey, Don’t You Lose Heart / She’s the One / The Ghost of Tom Joad / New York City Serenade / Light of Day (mit Boom Boom) / Hungry Heart / Bobby Jean / Born To Run / Thunder Road / If I Should Fall Behind / Land Of Hope And Dreams / Ramrod

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Aug 29 2018

Tom Morello veröffentlicht Studioalbum “The Atlas Underground”

Tom Morello wurde am 30. Mai 1964 in Harlem, New York geboren.
Er ist der Sohn der Amerikanerin Mary Morello und des aus Kenia stammenden Guerilla Kämpfers Ngethe Njoroge. Mit 22 Jahren studierte er an der Harvard Universität Politikwissenschaften und zog bald nach Los Angeles, CA, um sich der Rockband “Electric Sheep” anzuschliessen.

1991 gründete er mit Zack de la Rocha, Tim Commerford und Brad Wilk die Crossover Band “Rage Against The Machine” und spielte vier Alben ein, die allesamt internationale Erfolge feierten. Nach Zack de la Rochas Ausstieg im Jahre 2002 nahm man den ehemaligen Soundgarden Sänger Chris Cornell ins Boot und releaste unter dem Bandnamen “Audioslave” die Longplayer “Audioslave” (2002), “Out of Exile” (2005) und “Revelations” (2006).  Anfang 2007 gingen Commerford, Wilk und Tom Morello mit Zack de la Rocha auf grosse “Rage Aganist The Machine Reunion Tour”. Im gleichen Jahr erschien auch Tom Morellos erstes Solo Album “One Man Revolution”. Drei weitere Folkalben wurden 2008 und 2011 veröffentlicht.


Bruce Springsteen Wrecking Ball Tour

Im Januar 2013 kündigte Bruce Springsteen an, dass Tom Morello die E Street Band während der “Wrecking Ball Tour” verstärken wird. E Street Band Gitarrist Steven van Zandt war wegen Dreharbeiten für die Serie “Lilyhammer” verhindert und musste die 10 geplanten Konzerte im März 2013 in Australien absagen.


Bruce Springsteen – High Hopes (Album, 2014)

In “Down Under” arbeiteten Bruce Springsteen und Tom Morello intensiv an neuen Songs. Unter anderem wurden in verschiedenen Studios in Melbourne und Sydney Songs aufgenommen. Tom Morellos Begleitgesang und Gitarrenspiel ist bei “High Hopes”, “Harry’s Place”, “American Skin (41 Shots)”, “Just Like Fire Would”, “Heaven’s Wall”, “Hunter of Invisible Game” sowie “The Ghost of Tom Joad” zu hören.


Tom Morello – The Atlas Underground (Album, 2018)

Am 12. Oktober 2018 erscheint Tom Morellos neues Studioalbum “The Atlas Underground”. Bei den Aufnahmen wurde Tom Morello unter anderem von Portugal The Man, Marcus Mumford, K.Flay, Pretty Lights, GZA, RZA & Herobust sowie Bassnectar unterstützt.

Das Album kann auf Amazon.de bestellt werden.

Pressetext:

Tom Morello ist wohl der beste lebende Beweis für die alles verändernde Macht des Rock `N Roll. Schon immer hat die amerikanische Gitarrenlegende die Grenzen dessen verschoben, was alles auf sechs Saiten möglich ist. Als Mitgründer von Rage Against The Machine, Audioslave und Prophets Of Rage, oder durch seine hochkarätigen Kollaborationen mit Größen von Bruce Springsteen bis Johnny Cash gehört Morello eindeutig mit zu den ganz Großen.

Auf seinem neuen Album ist es ihm gelungen, seinen sofort wiedererkennbaren Gitarrensound mit Einflüssen aus EDM und HipHop in ungeahnte, überraschende Bahnen zu lenken und auf dem spektakulärsten Projekt seiner bisherigen Musikerkarriere zu einer kompakten Einheit zu verschmelzen.

Auf The Atlas Underground betritt er nun gemeinsam mit hochkarätigen Gästen ein völlig neues musikalisches Territorium: So finden sich namenhafte Kollegen wie Marcus Mumford, Portugal. The Man, Bassnectar, die beiden Wu-Tang Clan-Mitglieder RZA und GZA, Vic Mensa, K. Flay, Big Boi, Gary Clark Jr., Pretty Lights, Killer Mike, Steve Aoki, Whethan und viele andere auf dem Album wieder. Die Riffs und Beats haben auf gewisse Weise den stilistischen Weg vorgezeichnet; doch das unglaubliche Talent eines jeden einzelnen meiner Gäste konnte meine Kreativität noch einmal zusätzlich beflügeln , so Morello über den am 12.10. über BMG erscheinenden Longplayer.

Tracklist – The Atlas Underground:

  1. Battle Sirens – featuring Knife Party
  2. Rabbit’s Revenge – featuring Bassnectar, Big Boi, and Killer Mike
  3. Every Step That I Take – featuring Portugal. The Man and Whethan
  4. We Don’t Need You – featuring Vic Mensa
  5. Find Another Way – featuring Marcus Mumford
  6. How Long – featuring Steve Aoki and Tim McIlrath
  7. Lucky One – featuring K.Flay
  8. One Nation – featuring Pretty Lights
  9. Vigilante Nocturno – featuring Carl Restivo
  10. Where It’s at Ain’t What It Is – featuring Gary Clark Jr. and Nico Stadi
  11. Roadrunner – featuring Leikeli47

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Jul 19 2018

Bruce Springsteen in Ost-Berlin: damals vor 30 Jahren …

Für viele DDR-Bürger waren Auftritte westlicher Rockbands das höchste der Gefühle. Besonders Bruce Springsteen war für viele der Inbegriff von Freiheit. Am 19. Juli 1988 spielte der “Boss” sein einziges Konzert in Ostberlin.

In holprigem Deutsch schleuderte er seine Message ins Volk: “Es ist schön, in Ostberlin zu sein. Ich bin nicht für oder gegen eine Regierung, ich bin gekommen, um Rock ‘n’ Roll für euch zu spielen, in der Hoffnung, dass eines Tages alle Barrieren abgerissen werden”. Der Spruch stammt von seinem Fahrer Georg Kerwinski, den er kurz vor Konzertbeginn gebeten hatte, ihm einige Sätze auf Deutsch aufzuschreiben.

Da sich die DDR-Führung das teure Konzertspektakel nicht leisten konnte, wurde der örtliche Veranstalter – die FDJ Berlin – mit der Produktion beauftragt. Unter anderem musste eine Bühne mit 12×14 Metern aufgebaut werden. Ferner wurde ein Ingenieurbüro in Magdeburg mit der Aufgabe betraut, ein Bühnendach zu konstruieren, welches den Belastungen stand halten kann. Letztendlich wurden dafür Brückenelemente benutzt, die eigentlich für die Sanierung einer Autobahn vorgesehen waren.

Das Konzert wurde zeitversetzt und zensiert im DDR Fernsehen und im Rundfunk übertragen. Selbstverständlich wurde Bruce Springsteen Aufruf, dass die Barrieren bald abgerissen werden, herausgeschnitten.

Setlist – Radrennbahn Weissensee, Ost-Berlin

BADLANDS
OUT IN THE STREET
BOOM BOOM
ADAM RAISED A CAIN
ALL THAT HEAVEN WILL ALLOW
THE RIVER
COVER ME
BRILLIANT DISGUISE
THE PROMISED LAND
SPARE PARTS
WAR
BORN IN THE USA
CHIMES OF FREEDOM
PARADISE BY THE C
SHE’S THE ONE
YOU CAN LOOK (BUT YOU BETTER NOT TOUCH)
I’M A COWARD
I’M ON FIRE
DOWNBOUND TRAIN
BECAUSE THE NIGHT
DANCING IN THE DARK
LIGHT OF DAY
BORN TO RUN
HUNGRY HEART
GLORY DAYS
CAN’T HELP FALLING IN LOVE
BOBBY JEAN
CADILLAC RANCH
10TH AVENUE FREEZE-OUT
SWEET SOUL MUSIC
TWIST AND SHOUT / HAVING A PARTY

Erinnerungen von Fans:

Ja, meine Erleuchtung! Schön war es! Zu Tausenden bereits 24 Stunden vorher in Bahnhöfen, Bushaltestellen u.ä. geschlafen. Kann mich erinnern, dass die DDR VoPos für ihre Verhältnisse ziemlich relaxt waren. Das Mädel bei „Dancing“ ist ja am nächsten Tag zu Bruce ins Hotel marschiert und hat sich noch ein Autogramm geholt. In der DDR-Postille „Neues Leben“ stand, sie ist in das Hotel, wollte Herrn Springsteen sprechen, der dann auch tatsächlich kam, sich nett mit ihr unterhalten hat und ein Autogramm gab. So einfach soll’s gewesen sein.
Aber Markwirtschaft (Schwarzmarkt) hatten wir auch schnell gelernt. Mein Kumpel hat sein Ticket (Preis 20,- O-Mark) 4-5 Stunden vor dem Einlass an einen Westberliner für 100,- Westmark (ein Vermögen!) verkauft und sich 5 Min. später ein Ticket für 30,- O-Mark bei einem „Händler“ wiedergeholt.
Das Konzert selber war, ja, eine andere Welt tat sich auf. Das Springsteen das Konzert gerade mit „Badlands“ begann, war ja auch kaum Zufall. Es war eine Riesenparty und ICH WAR DABEI! Woodstock in Eastberlin!
Interessant auch die, gleichgeschaltete DDR-Presse. Nur scheinheiliges Lob, falsche Interpretierungen/Übersetzungen von Bruce-Songs. „Netter“ Artikel über Terry im Tenor (… mafiaähnlicher Gorilla des US-Rockstars…).
Lächerliche Versuche von irgendwelcher Politprominenz sich im Vorfeld des Konzertes auf der Bühne zu präsentieren. Haben immerhin 2 Min. gellendes Pfeifkonzert ausgehalten.
Das DDR Fernsehen durfte nur 5-6 (?) Songs zeitversetzt übertragen, der Rest der 2-stündigen Sendung wurde mit Springsteen-Videos und Interviews (Springsteen völlig Kritikfrei!) aufgefüllt. Ich hab’ die DDR Sendung auf DVD, allerdings ist die Qualität schlecht. Lt. offiziellen Angaben waren 160.000 Zuschauer bei dem Konzert (für mehr war die Anlage nicht zugelassen), tatsächlich waren es über 200.000, da ca. 50.000 Leute noch draussen standen und wegen dem Gedränge und Bedenken wegen einer Panik hat man die Tore geöffnet und den Rest auch noch auf das Gelände gelassen. Ich stand übrigens ca. 10 Meter vor der Bühne, gegenüber vom Big Man. Hat mich nur einen Ärmel meines T-Shirts gekostet! Es war Wahnsinn!
(von Falco)

Das war damals auch meine erstes Bruce Konzert – und damals dachte ich auch, es würde mein letztes sein, ein Glück, dass es anders gekommen ist. Und Bruce hat es gewusst 🙂
Leider kann ich mich kaum an Details aus dem Konzert erinnern, weil ich hauptsächlich damit beschäftigt war, um mein Leben zu kämpfen. Man konnte kaum Luft bekommen durch die Schieberei, und an was zu trinken war auch nicht zu denken (hab ja vorher nie ein derartiges Konzert gesehen).
Was interessant war, war dass viele Leute selbstgemalte US-Fahnen und Banner mit “Born in the USA” artigen Sprüchen hatten, das hat wohl den Offiziellen nicht gefallen, aber sie haben wohl nicht viel dagegen gemacht (oder hab ich das nur nicht gesehen?). Heutzutage wäre das ja eher peinlich, aber damals war die Aussage wohl auch eine andere …
(von RedHeadedWoman)

Das erste BRUCE SPRINGSTEEN LIVE KONZERT!!!!!!!!!!!!!
In Gedanken waren wir ja vorher schon bei Hunderten. Aber nun sollte es endlich wahr werden. Kurz vorher waren ja im Rahmen des FDJ-Nicaragua-Sommers schon einige andere Rock-Grössen in den Osten gelockt worden. Ich meine mich da an Joe Cocker und Bob Dylan zu erinnern.
Das Einzige was mich aber interessierte war der BOSS. Damals ging es mir so, wie dem Rolling Stones-Fan aus dem Film “Sonnenallee”. Das war ich! Mein Bruder im Geiste.
Ok…sie haben nicht auf mich geschossen, aber sonst. Dat passte.
25,00 DDR-Mark waren schnell locker gemacht. Mutti-GmbH! Auf zum Camping-Urlaub nach Brandenburg. Die Tesi (für die,die die nicht kennen: MZ TS 150 DDR-Motorrad) war geputzt… Born in the G.D.R.! Sandow war geil. Müsst ihr mal bei youtube suchen.
”Who´s the BOSS?“ hallte es tagelang über brandenburgische Campingplätze. Wir waren eine verschworene Gemeinschaft.
Und dann war der Tag der Tage gekommen. BRUCE IN TOWN…IN OUR TOWN.
Den ganzen Tag über wie auf Pille. Menschen ohne Ende. 160000? Ja klar. Mit 200000 lag man da schon ganz gut. Und dann dieses Gedränge. Ich meine, man kennt das ja eigentlich. Aber wer die guten alten DDR-Integralhelme kennt, der weiss wovon ich rede. Das mochten die gar nicht! Wäre ich ein Conehead, hätte der Helm nach dem Konzert gepasst.
Scheiss der Hund drauf. Rein ins Getümmel und ab dafür…
BADLANDS! Passender ging ein Opener damals nicht. Ob die DDR-Führung über ausreichend Englisch-Kentnisse verfügte ist leider nicht überliefert.
Ich habe dann das ganze Konzert eigentlich nur wie im Taum erlebt. Heute kann ich mich nur noch an das Ende mit SWEET SOUL MUSIC und TWIST AND SHOUT erinnern. Da krieg ich heute noch `ne Ganterpelle.
Dieses Konzert war Rock, Emotionen, Klassenkampf…ein Rock`n Roll-Train der über die Radrennbahn fegte ohne anzuhalten. Völlig fertig und berauscht zogen wir mit den “Coneheads-Helmen“ auf unseren DDR-Harleys mit einer Filterlosen zwischen den trockenen Lippen dem Sonnenuntergang entgegen. Und so wie wir drauf waren, nach der Erfüllung eines lang geträumten Traumes, hörte man es noch lange in Brandenburg:
”Who´s the BOSS?“
(von Tramper)

Das war mein allererstes und allerschönstes Konzerterlebnis.
Ich war damals fast 14 und eine Freundin (16) fragte, ob ich denn mit zum Konzert kommen möchte.
Ich hatte keine Ahnung, wer Bruce Springsteen war. Aber es klang toll. Ich sagte, wenn sie meine Eltern überreden kann, komm ich mit.
Meine Eltern waren etwas hin- und her gerissen zwischen Besorgnis und Begeisterung. Wir würden zu fünft sein, alle älter als ich u sie versprach auf mich aufzupassen. Karten? Wir hatten wohl eine oder zwei, und waren naiv-zuversichtlich, dass es noch welche geben würde. Der Zug nach Berlin war ziemlich voll, und auch wenn man nicht wusste, wo man denn hin müsste- einfach den Massen folgen….
Ich hatte ja nun keine Karte und nirgends war *verkaufe Karte* zu sehen. Ich sah mich schon draussen warten..
Wir waren recht zeitig da und endlich waren wir da. Gedränge, keine Karte.. Die ersten wurden reingelassen. Und mitten im Gedränge hätten wir gar nicht an der Seite warten können… Die Massen schoben immer mehr von hinten, da nun hinten durchgedrungen war, dass reingelassen wurde. Und plötzlich war nur noch wichtig ja auch den Beinen zu bleiben. Die Ordner wurden auch ganz schön gequetscht, und aus Sicherheitsgründen entschloss man sich wohl, den Eingang etwas zu vergrössern.
Die Masse hinten sah nur, dass mehr *auf* geht, und schob plötzlich noch mehr. Die Tore flogen auf, die Ordner sprangen nur noch auf Müllcontainer um sich zu retten und die Masse schob sich unaufhaltsam durch die Tore. Als das Schieben nachliess und sich vor uns ein riesiger Platz eröffnete, konnten wir es gar nicht fassen, dass wir drin waren. Ich war danach schon noch einige Zeit irritiert und rechnete damit nach der Karte gefragt zu werden. Wir rannten dann gleich nach vorn.
Ich habe das Konzert aus der 2.Reihe erlebt, MITTEN vor der Bühne.
Wir sind auf wundersame Weise die ganze Zeit zusammengeblieben, bei 5 Personen nicht schlecht 😀
Und schlimmer als das Gedränge vorm Eingang wars nicht, also hatten wir uns gesagt: durchhalten, DIESEN Platz geben wir nicht her.
Das Konzert selbst – es gibt keine Worte um das Erlebte zu beschreiben. Noch heute kann ich es kaum fassen und bekomme Gänsehaut bei den Konzertmitschnitten.
Die Rückfahrt im Zug war fast katastrophal. Der Zug war so überfüllt, dass wir über die Fenster reingeklettert sind.
Danach hab ich alles mögliche an Music, Bildern u Artikeln gesammelt. Mir sogar einen Pullover mit einem Boss-Portrait bemalt 🙂
Ich erinnere mich, dass um die Weihnachtszeit das ganze Konzert bei DT64 gesendet werden sollte. Kassetten gekauft….
Blöderweise wollten wir da grad zu meinen Grosseltern fahren. Ich habe dann im Auto mit dem Kassettenrekorder das Ganze aufgenommen (und musste dabei ständig die Rekord-Taste festhalten, da das blöde Ding immer raussprang)
Ich habe die Kassetten immer noch. Bei einem Umzug waren sie immer der grösste Schatz. – alles andere ersetzbar.
Und ich finde es supertoll und mehr, dass es inzwischen auch Videos vom Konzert online gibt.
Übrigens war ich tierisch eifersüchtig auf die, die auf die Bühne geholt wurde. Noch heute kann ich das Lied nicht ohne Bauchgrummeln anhören.
(von nele)

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Jul 12 2018

Vor 30 Jahren – Tunnel of Love Express Tour 1988 – Konzerte in Deutschland

Die Arbeiten zum achten Bruce Springsteen Studioalbum begannen im Herbst 1986. Springsteen komponierte für “Tunnel of Love” zirka 80 Songs und zog sich im Januar 1987 ins Studio zurück, um 19 Songs aufzunehmen.

Zum offiziellen Release von “Tunnel of Love” am 9. Oktober 1987 wurde das von Meiert Avis produzierte Musikvideo “Brilliant Disguise” veröffentlicht.

“Tunnel of Love” erreichte Platz 1 der amerikanischen Billboard Charts und wurde mit drei Platinauszeichnungen bedacht. 2003 wurde das Album von der amerikanischen Musikzeitschrift “Rolling Stone” auf Platz 467 der 500 besten Alben aller Zeiten gewählt.

Die “Tunnel of Love Express Tour” startete am 25. Februar 1988 mit einer Show im “The Centrum” in Worchester, MA. Die Konzertreise führte Bruce Springsteen & The E Street Band im Juli 1988 auch nach West- und Ostdeutschland.


Eintrittskarte 1988

Konzerte in Westdeutschland:

12.07.1988 WALDSTADION, FRANKFURT:

TUNNEL OF LOVE / BOOM BOOM / ADAM RAISED A CAIN / DOWNBOUND TRAIN / ALL THAT HEAVEN WILL ALLOW / THE RIVER / SEEDS / COVER ME / BRILLIANT DISGUISE / SPARE PARTS / WAR / BORN IN THE USA / CHIMES OF FREEDOM / PARADISE BY THE C / SHE’S THE ONE / YOU CAN LOOK … / I’M A COWARD / I’M ON FIRE / TOUGHER THAN THE REST / BECAUSE THE NIGHT / DANCING IN THE DARK / LIGHT OF DAY / BORN TO RUN (ACOUSTIC) / HUNGRY HEART / GLORY DAYS / BOBBY JEAN / CADILLAC RANCH / 10TH AVENUE FREEZE-OUT / SWEET SOUL MUSIC / RAISE YOUR HAND / TWIST AND SHOUT / LONELY TEARDROPS

17.07.1988 REITSTADION, MÜNCHEN-RIEM:

TUNNEL OF LOVE / BOOM BOOM / ADAM RAISED A CAIN / DOWNBOUND TRAIN / ALL THAT HEAVEN WILL ALLOW / THE RIVER / BADLANDS / COVER ME / BRILLIANT DISGUISE / SPARE PARTS / WAR / BORN IN THE USA / CHIMES OF FREEDOM / PARADISE BY THE C / SHE’S THE ONE / YOU CAN LOOK … / I’M A COWARD / I’M ON FIRE / TOUGHER THAN THE REST / BECAUSE THE NIGHT / DANCING IN THE DARK / LIGHT OF DAY / BORN TO RUN (ACOUSTIC) / HUNGRY HEART / GLORY DAYS / BOBBY JEAN / CADILLAC RANCH / 10TH AVENUE FREEZE-OUT / SWEET SOUL MUSIC / RAISE YOUR HAND / TWIST AND SHOUT / HAVING A PARTY

22.07.1988 WALDBÜHNE, BERLIN:

BADLANDS / TUNNEL OF LOVE / BOOM BOOM / ADAM RAISED A CAIN / ALL THAT HEAVEN WILL ALLOW / THE RIVER / THE PROMISED LAND / COVER ME / BRILLIANT DISGUISE / SPARE PARTS / WAR / BORN IN THE USA / CHIMES OF FREEDOM / TOUGHER THAN THE REST / SHE’S THE ONE / YOU CAN LOOK … / I’M A COWARD / I’M ON FIRE / DOWNBOUND TRAIN / BECAUSE THE NIGHT / DANCING IN THE DARK / LIGHT OF DAY / BORN TO RUN (ACOUSTIC) / HUNGRY HEART / GLORY DAYS / CAN’T HELP FALLING IN LOVE / BOBBY JEAN / CADILLAC RANCH / 10TH AVENUE FREEZE-OUT / SWEET SOUL MUSIC / RAISE YOUR HAND / TWIST AND SHOUT / HAVING A PARTY

30.07.1988 WESERSTADION, BREMEN:

TUNNEL OF LOVE /BOOM BOOM / ADAM RAISED A CAIN / DOWNBOUND TRAIN / ALL THAT HEAVEN WILL ALLOW / THE RIVER / BADLANDS / COVER ME / BRILLIANT DISGUISE / SPARE PARTS WAR / BORN IN THE USA / CHIMES OF FREEDOM /PARADISE BY THE C / SHE’S THE ONE / YOU CAN LOOK … / I’M A COWARD / I’M ON FIRE / TOUGHER THAN THE REST / WORKING ON THE HIGHWAY / DANCING IN THE DARK / LIGHT OF DAY / BORN TO RUN / HUNGRY HEART / GLORY DAYS / BOBBY JEAN / CADILLAC RANCH / SWEET SOUL MUSIC / RAISE YOUR HAND / TWIST AND SHOUT / HAVING A PARTY

Darüber hinaus trat Bruce Springsteen am 19. Juli 1988 auch in Ost-Berlin auf. John Landau erkundigte sich während der Planungen zur “Tunnel of Love Express Tour” bei einem befreundeten Konzertveranstalter, ob die Führung in der Deutschen Demokratischen Republik an einem kostenlosen Konzert interessiert sei. Die SED zeigte sich einverstanden und bot dem Bruce Springsteen Management an, eine Show auf dem Gelände der Radrennbahn in Weissensee auszurichten.

Weil in Nicaragua ein blutiger Krieg zwischen den sozialistischen Sandinisten und amerikafreundlichen Rebellen wütete, bewarb man die Veranstaltung landesweit als “Konzert für Nikaragua”. Natürlich lies sich Bruce Springsteen nicht vor den Karren spannen und sagte während des umjubelten Auftritts: “Es ist schön, in Ost-Berlin zu sein. Ich bin nicht für oder gegen eine Regierung, ich bin gekommen, um Rock’n Roll für euch zu spielen, in der Hoffnung, dass eines Tages alle Barrieren abgerissen werden!”.


Bruce Springsteen & The E Street Band in Ost-Berlin

Am 17. Juli 1988 performte der “Boss” in München zum ersten Mal im Rahmen der “Tunnel of Love Express Tour” die Komposition “Badlands”. Der Musiker war von der Reaktion der knapp 60.000 Zuschauer im weiten Rund des Olympiastadions so angetan, dass er sich entschloss, auch die Show in Ost-Berlin mit diesem Song zu eröffnen.

19.07.1988 OSTBERLIN, RADRENNBAHN WEISSENSEE:

BADLANDS / OUT IN THE STREET / BOOM BOOM / ADAM RAISED A CAIN / ALL THAT HEAVEN WILL ALLOW / THE RIVER / COVER ME / BRILLIANT DISGUISE / THE PROMISED LAND / SPARE PARTS / WAR / BORN IN THE USA / CHIMES OF FREEDOM / PARADISE BY THE C / SHE’S THE ONE / YOU CAN LOOK … / I’M A COWARD / I’M ON FIRE / DOWNBOUND TRAIN / BECAUSE THE NIGHT / DANCING IN THE DARK / LIGHT OF DAY / BORN TO RUN / HUNGRY HEART / GLORY DAYS / CAN’T HELP FALLING IN LOVE / BOBBY JEAN / CADILLAC RANCH / 10TH AVENUE FREEZEOUT / SWEET SOUL MUSIC / TWIST AND SHOUT / HAVING A PARTY

Nach 67 Auftritten in den Vereinigten Staaten, Italien, Frankreich, England, Holland, Schweden, Irland, England, West- und Ostdeutschland, der Schweiz und Norwegen, endete die Tour am 3. August 1988 im “Camp Nou” in Barcelona (Spanien).

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